Das "Modellprogramm 1. Schwelle" will ostdeutschen Jugendlichen in der Orientierungsphase eine Perspektive bieten. Zielgruppe des Projektes sind Jugendliche, die nach dem Schulbesuch nicht sofort eine Ausbildungsstelle, einen Studienplatz, eine Arbeitsstelle, Bundeswehr, Zivildienst oder ein Freiwilliges Jahr finden bzw. beginnen können. Also jene, die Schwierigkeiten haben, im ersten Anlauf die Hürde von der Schule in den Beruf zu überspringen. Es gilt, den Jugendlichen in dieser Situation Rückhalt zu geben, sie zu weiteren Aktivitäten zu motivieren und ein "Abrutschen" in eine problematische Passivität zu verhindern.
nexus begleitet und evaluiert das Modellprogramm aus wissenschaftlicher Perspektive. Zentrales Ziel ist es, die Wirkung des Projektes umfassend zu analysieren. Dabei geht es einerseits um die Jugendlichen, anderseits um die Betreuungssituation bei den Trägern der Kompetenzagenturen und den "Einsatzstellen". Im Mittelpunkt steht die Frage, ob das Format des Programms geeignet ist, Schlüsselkompetenzen zu fördern und von der Orientierungslosigkeit zur Orientierung zu führen.
Der Rahmen wird qualitativ und quantitativ erfasst. Zugleich entwickelt das Evaluationsteam gemeinsam mit den Akteuren vor Ort und den Organisatoren des Modellprogramms Konzepte. So sollen vorhandene Profile geschärft sowie Attraktivität und Effizienz gesteigert werden. Die Qualität der Netzwerke spielt eine wichtige Rolle. Vergleichende Untersuchungen strukturell ähnlich gelagerter Programme finden ebenfalls statt. Auf diese Weise kann die aktivierende Begleitforschung zeigen, wie ähnliche Problemlagen unterschiedlich definiert und gelöst werden.