14.02.2012
nexus Intern
Gehen oder Bleiben? Beitrag zur Demografie in Ostdeutschland
Das Schreckensszenario von entleerten Regionen, sterbenden Dörfern und einer wenig dynamischen Wirtschaft verstellt den Blick auf mentale Folgen, wenn Menschen aus den neuen Bundesländern abwandern. Das betont Christiane Dienel in ihrem Beitrag "Gehen oder Bleiben? Abwanderung aus Ostdeutschland und der Wandel des Heimatgefühls seit der Wende". Nach dem Fall der Mauer im Jahr 1989 normalisierte sich die Abwanderung nicht. "Der Verlust junger Menschen, insbesondere junger Frauen, bleibt bis heute eine Konstante ostdeutscher Demografie", betont Dienel.
In ihrem Beitrag stellt Christiane Dienel verschiedene Studien und Ergebnisse aus langjähriger Arbeit des nexus Instituts vor. Qualitative und quantitative Ansätze der empirischen Sozialforschung wurden in mehreren Projekten miteinander verknüpft. So entstand ein Blick auf die Gesamtsituation wie auch auf persönliche Schicksale, für die sonst wenig Raum bleibt. Der Beitrag stellt verschiedene Typen vor und rundet die Ergebnisse mit Interviewauszügen ab. "Durch Abwanderung ist das ostdeutsche Heimatgefühl stärker geworden, nicht schwächer. Es wandern nicht die besten, sondern die am wenigsten Gebundenen", stellt Christiane Dienel fest.
Linktipp und weitere Informationen:
Institut für sächsische Geschichte und Volkskunde e.V. (externer Link)
Das Inhaltsverzeichnis können Sie hier als pdf herunterladen (65 KB).
nexus Projekte zum Thema (Auswahl):
Leitfaden demografischer Wandel für den Freistaat Sachsen
Evaluierung des Landesprogramms des Freistaats Sachsen zur Förderung von Maßnahmen für die Bewältigung des demografischen Wandels
Ländliche Lebensmodelle junger Menschen und Familien in Sachsen-Anhalt


