In vielen gesellschaftlichen Bereichen kann eine engere Einbeziehung der Öffentlichkeit in Entscheidungs- und Problemlösungsprozesse von Wissenschaft und Politik beobachtet werden. Citizen Science, ganz allgemein verstanden als die Zusammenarbeit zwischen Bürgerinnen und Bürgern und wissenschaftlichen Einrichtungen, ist ein Format, mit dem die Öffentlichkeit enger in die Wissenschaft einbezogen werden kann. Citizen Science – übersetzt als Bürgerwissenschaft – kann als eine Ergänzung der traditionellen Formen von Wissenschaftskommunikation verstanden werden. Das Projekt zielt darauf ab, mit Blick auf konkrete Beispiele zu untersuchen, inwieweit Citizen Science in der Ressortforschung des Umweltbundesamts anwendbar ist. Dabei sind Zwecke und Formen von Citizen Science zu analysieren, die ggf. in der Ressortforschung des UBA und in der Umweltpolitik insgesamt nutzbringend angewendet werden können. Grafik (c) fotolia/VIGE.co

Konzeptstudie zur Anwendbarkeit von Citizen Science in der Ressortforschung des Umweltbundesamtes

Das Zusammenwirken von Wissenschaft, Gesellschaft und Politik durchläuft seit mehreren Jahrzehnten einen tiefgreifenden Wandel. In vielen gesellschaftlichen Bereichen kann eine engere Einbeziehung der Öffentlichkeit in Entscheidungs- und Problemlösungsprozesse von Wissenschaft und Politik beobachtet werden. Citizen Science, ganz allgemein verstanden als die Zusammenarbeit zwischen Bürgerinnen und Bürgern und wissenschaftlichen Einrichtungen, ist ein Format, mit dem die Öffentlichkeit enger in die Wissenschaft einbezogen werden kann. Citizen Science – übersetzt als Bürgerwissenschaft – kann als eine Ergänzung der traditionellen Formen von Wissenschaftskommunikation verstanden werden.

Vor dem Hintergrund der größeren Verbreitung von Bürgerwissenschaft und des traditionell engen Verhältnisses zwischen dem Umweltbundesamt (UBA) und der Öffentlichkeit, erscheint die Nutzung von Citizen Science in der Ressortforschung des UBA als besonders geeignet. Das Projekt zielt darauf ab, mit Blick auf konkrete Beispiele zu untersuchen, inwieweit Citizen Science in der Ressortforschung des UBA anwendbar ist. Dabei sind Zwecke und Formen von Citizen Science zu analysieren, die ggf. in der Ressortforschung des UBA und in der Umweltpolitik insgesamt nutzbringend angewendet werden können.

Darüber hinaus sind positive Effekte für Bürgerinnen und Bürger sowie der gesellschaftliche Mehrwert von Citizen Science-Projekten des UBA zu bestimmen. Abschließend soll analysiert werden, wie Citizen Science die Legitimierung, Praktikabilität und Akzeptanz von Ressortforschung stärken kann. Die Ergebnisse werden in einem Konzept zusammengeführt, das einen Einstieg in das Thema Bürgerwissenschaft bietet und Erfolgsbedingungen für die Nutzung in der Ressortforschung sowie mögliche Anwendungsfelder herausarbeitet.

Außerdem sollen die Schnittstellen und Anschlussprozesse für eine erfolgreiche Integration von Citizen Science in die Ressortforschung sowie Qualitätssicherungsverfahren definiert werden. Abschließend sind der zu erwartende Nutzen sowie die zusätzlichen Aufwendungen beim Einsatz von Formaten der Citizen Science abzuschätzen.

Auftraggeber: Umweltbundesamt
Laufzeit: 08/2015 – 05/2016
Verantwortlicher Projektmitarbeiter: Nicolas Bach
Projektpartner:
technopolis group (externer Link)
ISIconsult - Institut für Sozialinnovation Consulting (externer Link)
Museum für Naturkunde Berlin (externer Link)

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