22.02.2008 Karl Schüßler, Adolf Jagob, Arnold Ulken und Agnes Fuchs (v.l.n.r.) übergeben stellvertretend für die 45 Teilnehmer der Planungszellen das Gutachten an Dr. Gerhard Sabathil. Foto: Holger Jansen/nexus
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Übergabe des Bürgergutachtens "Eckpunkte für ein offenes, ökologisches und soziales Europa" an die EU-Kommission

Nach Einschätzung von Dr. Gerhard Sabathil müssen die Bürger stärker in den europäischen Einigungsprozess einbezogen werden. Anlässlich der Übergabe des Bürgergutachtens wies Sabathil darauf hin, dass die EU-Kommission die Interessen der Lobbyverbände gut kenne. "Ich bin deshalb sehr interessiert an den Ergebnissen des Bürgergutachtens und gebe die Ergebnisse gerne nach Brüssel weiter", betont Sabathil.

Die Übergabe des Gutachtens im Europahaus am Pariser Platz in Berlin-Mitte war der Abschluss für das Projekt unter dem Motto "Eckpunkte für ein offenes, ökologisches und soziales Europa". Ein Team aus mehreren wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des nexus-Instituts hatte unter Gesamtleitung von Dr. Hans-Liudger Dienel das Bürgergutachten vorbereitet, koordiniert und den Prozess moderiert.

Die zentrale Frage des Bürgergutachtens lautete: "Was für ein Europa wollen wir?" 45 Bürgerinnen und Bürger aus Berlin erarbeiteten Empfehlungen zu den Themen "Umwelt und Energie", "Familie und Soziale Sicherung" sowie "Immigration und Europas Rolle in der Welt". Parallel dazu erstellten in Budapest Bürgerinnen und Bürger Vorschläge zur gleichen Ausgangsfrage. Die Ergebnisse der Planungszellen sind jetzt in dem Bürgergutachten "Eckpunkte für ein offenes, ökologisches und soziales Europa" erschienen.

Das Bürgergutachten war Teil der "European Citizens’ Consultations (ECC)", die als europaweite Bürgerbeteiligung durchgeführt wurde. Teil des Projektes waren Planungszellen. Die Planungszelle ist ein Bürgerbeteiligungsverfahren, in dem zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger vier Tage lang eine gesellschaftlich relevante Fragestellung bearbeiten.

Auftraggeber des Projektes war die Belgische King Baudouin Foundation unter Mitfinanzierung der Europäischen Kommission und der Initiative Plan D. nexus arbeitete beim Projektmanagement eng mit dem Institut für Organisationskommunikation (IFOK) zusammen.

Das Gutachten finden Sie hier als pdf (5,28 MB).

Linktipps:
Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland
Mehr zur Methode Planungszelle (externer Link)