Laut Statistik ist der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV), zumindest in Europa, ein recht sicherer Ort. Dennoch vermeiden viele Bürger*innen – insbesondere Frauen oder ältere Menschen, speziell nachts – den ÖPNV, weil sie Angst vor potenziell unangenehmen oder bedrohlichen Situationen haben. Man spricht von einer subjektiv gefühlten Unsicherheit, die im ÖPNV größer ist als die reale Unsicherheit.

Hier setzt das Projekt an: Ziel des DoNotFear Projekts ist es, eine mobile Anwendung (App) zu entwickeln, welche die Fahrgäste in einer Ad-Hoc Nutzergemeinschaft zusammen bringt. Die Nutzer*innen können sich auf verschiedene Weise gegenseitig unterstützen und verbessern so die gefühlte Sicherheit im Nahverkehr.

Konkret soll die App (unter anderem) folgende Funktionen haben:

  • überprüfen, ob andere hilfsbereiten Nutzer sich in der direkten Nähe befinden
  • Mitfahrer*innen anfragen, ob man sich dazu setzen kann
  • Nutzern zu einem gemeinsamen (online oder offline) Aktion aufzurufen
  • im Notfall nach direkter externer Unterstützung rufen
  • in kritischen Situationen als Zeuge berichten
  • überprüfen, wo der nächste Ort mit am meisten Nutzern sich befindet, um Einsamkeit zu vermeiden

Mit partizipativen Methoden kümmert sich nexus um die Beteiligung von Nutzerinnen und Nutzern an der Entwicklung einer mobilen Anwendung für den ÖPNV.
Das Projekt wird im Rahmen des EIT Digital gefördert.

Laufzeit: 01/2019 – 12/2019
Auftraggeber: European Institut of Innovation and Technologie (EIT digital)
Mitarbeiter*innen: Kerstin Franzl (Projektleitung), Dr. Thomas Blanchet
Projektpartner: TU Berlin (Projektkoordination), Team-Dev, Crowdee, BVG

Foto: naeimasgary / Pixabay